7. Saunabau & Technik

Holzarten, Ofentypen, Saunasteine, Isolierung, DIY-Sauna und Kosten.

Holzarten im Detail

Holzart Herkunft Eigenschaften Verwendung Preis
Nordische Fichte Skandinavien Hell, fest, harzarm, feinporig Innen- & Außenverkleidung
Espe (Aspe) Nordeuropa Hell, harzfrei, geringe Wärmeleitfähigkeit Bänke, Innenverkleidung €€
Erle Europa Rötlich, harzfrei, weich, warm anzufassen Bänke, Innenverkleidung €€
Zeder (Red/Western) Kanada, USA Rotbraun, natürlich resistent, aromatisch Außen, Innen, Fasssaunen €€€
Kelo-Holz Finnland Verwittertes Kiefernholz (100–500 Jahre), silbergrau Luxussaunen, Außenfassade €€€€
Zirbe/Zirbelkiefer 🇦🇹 Alpen Duftend, antibakteriell, beruhigend, schlaffördernd Innenverkleidung, Bänke €€€
Hemlock Kanada Hell, harzfrei, gleichmäßig Innenverkleidung, Bänke €€
Thermoholz Behandeltes Holz Durch Hitzebehandlung haltbar gemacht, dunkel Außen, Innen €€
Abachi Westafrika Extrem geringe Wärmeleitfähigkeit, hell Bänke (wird nicht heiß!) €€

🇦🇹 Die Zirbe — Österreichs Sauna-Holz Nr. 1

Die Zirbe (Pinus cembra) wächst in den österreichischen Alpen auf 1.500–2.500 m Höhe. Ihr Holz duftet balsamisch-alpin und hat wissenschaftlich belegte Wirkungen:

Saunaöfen — Kompletter Guide

Überblick: Saunaöfen nach Typ

Ofentyp Temperatur Vorteile Nachteile Kosten
Elektroofen 60–110 °C Einfache Installation, präzise Steuerung, wenig Wartung Stromkosten, Starkstrom ab 9 kW nötig ab € 500
Holzofen 70–120 °C Authentisches Erlebnis, Knistergeräusche, stromunabhängig Schornstein nötig, mehr Aufwand, Brandschutz ab € 800
Gasofen 60–110 °C Effizient, schnelles Aufheizen Gasanschluss nötig, weniger verbreitet ab € 1.000
Infrarotstrahler 30–60 °C Energiesparend, kleiner Raum möglich, direkte Körperwärme Kein Aufguss möglich, andere physiologische Wirkung ab € 300
Kombi-Ofen 30–110 °C Sauna + Infrarot in einem Teurer, komplexer ab € 1.200
Specksteinofen 70–110 °C Extrem gleichmäßige Wärme, Speichermasse hoch, edel Sehr schwer, lange Aufheizzeit ab € 2.000

Elektroofen — Der Standard

Wie er funktioniert

Der Elektroofen heizt über Heizstäbe (Widerstandsheizung), die die Saunasteine von unten und innen erhitzen. Die Leistung wird über einen Regler gesteuert.

Leistungsberechnung

Faustregel: 1 kW pro 1 m³ Saunavolumen (für gut isolierte Saunen). Schlecht isolierte oder gemauerte Saunen: +20–30 %.

Raumvolumen Empfohlene Leistung
bis 4 m³ 3–4 kW
4–6 m³ 4,5–6 kW
6–9 m³ 6–9 kW
über 9 m³ ab 9 kW (Starkstrom!)

Starkstromanschluss (400V/3-phasig): Ab 9 kW zwingend, Elektriker erforderlich!

Steuerung & Vorheizzeit

Aufheizverhalten

Führende Marken — Elektroöfen

Harvia (Finnland) — Weltmarktführer

EOS (Deutschland) — Premium, beliebt im DACH-Raum

KLAFS (Deutschland) — Luxus & Design

Tylö (Schweden) — Skandinavische Qualität

Huum (Estland) — Design & Innovation

Kota (Finnland) — Traditionell & Modern

NARVI (Finnland) — Klassisch finnisch

Sentiotec (Österreich/International)


Holzofen — Der Klassiker

Aufbau und Funktion

Der Holzofen (auch: Saunaholzofen, Kiuas mit Holzfeuerung) besteht aus:

Brennholz — Was eignet sich?

Holzart Eigenschaften Eignung
Birke Gutes Brennholz, angenehmer Geruch, wenig Rauch Ausgezeichnet
Eiche Sehr hoher Brennwert, langsam brennend Sehr gut
Buche Hoher Brennwert, gleichmäßig Sehr gut
Erle Niedriger Feuchtegehalt, angenehm Gut
Kiefer/Fichte Harzreich, mehr Funken, mehr Ruß Bedingt (draußen ok)
Weichholz allg. Niedriger Brennwert Weniger geeignet

Wichtig: Nur ofentrockenes Holz (max. 20 % Restfeuchte) verwenden!

Schornstein-Anforderungen

Aufheizprotokoll Holzofen

  1. Kleinholz und Anzünder bereitstellen
  2. Saunatür offen lassen — bessere Luftzufuhr
  3. Anzünden von unten (Feuer von oben anzünden geht auch: Topdown-Methode — weniger Rauch!)
  4. Holz schrittweise nachgeben
  5. Aufheizzeit: 1–2 Stunden (je nach Ofengröße und Saunavolumen)
  6. Wenn Steine gleichmäßig glühen: Sauna bereit!
  7. Tür schließen, Sauna 20 Min. auf Temperatur halten

Führende Holzofen-Marken

Harvia (Finnland) — auch für Holzöfen Weltmarktführer

KOTA (Finnland)

IKI (Finnland)

Tulikivi (Finnland) — Specksteinöfen

Helo (Finnland) — Teil der Tylö-Helo Gruppe


Specksteinofen — Die Besonderheit

Speckstein (Steatit, Talkstein) ist ein Naturstein mit außergewöhnlichen Wärmeeigenschaften:

Eigenschaft Wert
Wärmekapazität 0,98 kJ/(kg·K) — sehr hoch
Dichte 2,7–2,9 g/cm³
Wärmeleitfähigkeit mittel — gibt Wärme gleichmäßig ab
Oberflächentemperatur Angenehm warm, nicht brennend heiß

Vorteile des Specksteinofens:

Nachteile:


Infrarotsauna und -strahler — Wichtige Details

Strahlungstypen

Typ Wellenlänge Eindringtiefe Wirkung
Naher Infrarot (NIR) 0,78–1,4 µm tief Gewebedurchdringend, teuer
Mittlerer Infrarot (MIR) 1,4–3 µm mittel Muskelentspannung
Ferner Infrarot (FIR) 3–1.000 µm oberflächlich Hautwärme, Schwitzen

Strahlertypen

Unterschied zur finnischen Sauna


Hinterbankbau vs. Freistehend

Kriterium Hinterbankofen Freistehender Ofen
Platz Platzsparend, unter der Liegefläche Benötigt eigene Fläche
Ästhetik Minimalistisch, clean Sichtbares Designelement
Steinmenge Meist weniger Steine Größere Steinmenge möglich
Aufguss Manchmal eingeschränkt Optimal zugänglich
Wärmeverteilung Gleichmäßig Tendenziell mehr Strahlungswärme
Preis Meist günstiger Teils teurer (Designmodelle)

Sicherheitsabstände und Normen

Österreichische Normen

Sicherheitsabstände (allgemein, immer Herstellerangabe beachten!)

Bereich Mindestabstand
Ofen zu Holzwand 200–500 mm (je nach Modell)
Ofen zu Holzbank 500 mm (seitlich)
Schutzgitter / Abdeckung Bei öffentlichen Saunen Pflicht
Steinbehälter-Oberkante zu Decke mind. 1.000 mm

Brandschutz im Eigenheim (AT)


Ofen-Wartung und Pflege

Elektroofen — Wartungsplan

Häufigkeit Maßnahme
Jährlich Steine prüfen, zerbröselte austauschen
Jährlich Heizelemente auf Kalkablagerungen prüfen
Jährlich Steuerungselektronik prüfen lassen
Bei Bedarf Steine neu ordnen (Luftzirkulation!)
Bei Bedarf Innenreinigung mit trockenem Tuch

Holzofen — Wartungsplan

Häufigkeit Maßnahme
Nach jeder Nutzung Asche entfernen (wenn kalt!)
Monatlich Aschenlade leeren
Jährlich Schornstein fegen (Schornsteinfeger!)
Jährlich Feuerstellen-Dichtungen prüfen
Alle 5 Jahre Schamottsteine prüfen, ggf. ersetzen
Bei Bedarf Rost reinigen (Aschenlade)

Steinwartung (für alle Ofentypen)


Ofen-Leistungstipps

Wann ist der Ofen optimal eingestellt?

Häufige Fehler


Preis-Vergleich Marken-Öfen (2026)

Marke Einstieg Mittelklasse Premium
Harvia ab € 500 € 900–1.800 € 2.000–3.500
EOS ab € 700 € 1.200–2.200 € 2.500–4.000
KLAFS ab € 2.000 € 3.000–6.000 € 8.000–15.000+
Tylö ab € 600 € 1.000–2.000 € 2.500–4.000
Huum ab € 1.200 € 1.800–3.000 € 3.500–4.500
Tulikivi ab € 2.500 € 4.000–6.000 € 8.000–15.000+
NARVI ab € 500 € 800–1.500

Kosten einer Heimsauna

Übersicht

Typ Kosten (ca.)
Infrarotkabine € 500–3.000
Elementsauna (Bausatz) € 2.500–6.000
Massivholzsauna (Indoor) € 4.000–10.000
Fasssauna (Outdoor) € 3.000–8.000
Gartensauna/Saunahaus € 5.000–15.000+
Luxus-Maßanfertigung € 10.000–50.000+
Elektroofen € 500–2.000
Holzofen € 800–3.000
Installation (Elektriker) € 300–800

DIY Sauna bauen

Variante 1: Elementsauna (Bausatz)

Variante 2: Massivholzsauna

Variante 3: Komplett-Eigenbau

Outdoor-Sauna

Fasssauna

Mobile Sauna

Saunasteine — Technischer Guide

Warum die richtigen Steine entscheidend sind

Saunasteine sind weit mehr als Dekoration. Sie sind der Energiespeicher des Ofens. Ihre Masse bestimmt, wie viel Hitze beim Aufguss gespeichert bleibt — und wie gut der entstehende Dampf ist.

Falsche Steine können lebensgefährlich sein: Steine mit Wassereinschlüssen (z.B. poröser Granit aus dem Bach) explodieren beim schnellen Erhitzen. Nur geprüfte Saunasteine verwenden!


Die Steintypen im Detail

Olivin-Diabas (Olivin-Dolerit) — Der Empfehlung-Stein

Geologie: Olivin-Diabas ist ein basisches Ergussgestein (Dolerit) mit hohem Olivin-Anteil. Er entstand vor Millionen Jahren bei vulkanischen Prozessen.

Eigenschaft Wert
Dichte 2,85–3,10 g/cm³
Wärmekapazität ~0,84 kJ/(kg·K)
Schmelzpunkt > 1.100 °C
Druckfestigkeit sehr hoch
Farbe grau-grün bis dunkelgrau

Vorkommen: Norwegen (Hauptlieferant, Fen-Komplex), Finnland, Schweden

Warum beliebt?


Peridotit — Das Premium-Gestein

Geologie: Peridotit ist ein Tiefengestein aus dem Erdmantel — vorwiegend Olivin (> 90 %).

Eigenschaft Wert
Dichte 3,1–3,4 g/cm³
Wärmekapazität ~0,92 kJ/(kg·K)
Lebensdauer 8–10 Jahre

Besonderheiten:


Vulkanit (Basalt) — Der Leichtgewichtige

Geologie: Erstarrtes Lavagestein, oft porös durch eingefrorene Gasblasen.

Eigenschaft Wert
Dichte 2,5–3,0 g/cm³ (je nach Porösität)
Dampfentwicklung Gut (durch Porösität)
Lebensdauer 3–5 Jahre

Besonderheiten:


Speckstein (Steatit, Talkstein) — Der Sanfte

Geologie: Metamorphes Gestein, Hauptmineralbestandteil: Talk (Magnesium-Silikat).

Eigenschaft Wert
Mohs-Härte 1 (sehr weich!)
Wärmekapazität ~0,98 kJ/(kg·K)
Wärmeleitfähigkeit 6–8 W/(m·K) — sehr gut
Oberfläche Warm, angenehm

Warum besonders?


Granit — Der Bekannte

Eigenschaft Wert
Dichte 2,6–2,8 g/cm³
Lebensdauer 4–6 Jahre
Besonderheit Häufig mit Wassereinschlüssen — Qualität variiert!

Achtung: Nicht jeden Granit nehmen! Granitarten mit viel Quarz (Quarz dehnt sich bei Hitze ungleichmäßig aus) oder Wassereinschlüssen können platzen oder zerspringen. Nur geprüften Saunagranit kaufen!


Steine, die man NIE verwenden darf

Steintyp Grund
Feldsteine (Bach, Garten) Wassereinschlüsse → Explosion möglich!
Kalkstein, Marmor Zerfällt bei hohen Temperaturen (CaCO₃ → CaO + CO₂)
Tonschiefer Spaltet sich, splittert
Sandstein Poröse Schichten, zerbröckelt schnell
Quarzit (rein) Thermische Ausdehnung → Risse

Steinmenge und -anordnung

Wieviele Steine brauche ich?

Faustregel: 20–25 kg Steine pro kW Ofenleistung

Ofenleistung Steinmenge
3 kW 60–75 kg
4,5 kW 90–112 kg
6 kW 120–150 kg
9 kW 180–225 kg

Warum viele Steine wichtig sind:

Richtige Anordnung

  1. Große Steine unten (über den Heizelementen)
  2. Mittelgroße Steine in der Mitte
  3. Kleinere Steine oben (haben direkt Kontakt mit dem Wasser beim Aufguss)
  4. Luftzirkulation sicherstellen — keine lückenlose Schichtung!
  5. Steine nicht pressen — sie müssen sich ausdehnen können

Steinwartung — Detaillierter Plan

Visuelle Prüfung

Mindestens 1× jährlich alle Steine entnehmen und einzeln prüfen:

Zustand Maßnahme
Rissig, gespalten Sofort aussortieren
Zerbröselt Sofort aussortieren
Weiße Flecken (Kalkablagerungen) Mit klarem Wasser abspülen
Schwarz verfärbt (Ölreste) Abspülen, ggf. austauschen
Kompakt, glatt Wiederverwenden

Reinigung

Austausch-Intervall


Aufguss-Steine für Profis — Spezialsteine

Vuolukivi (Speckstein, finnisch)

Jade-Steine

Lavastein (Lavaguss)


Steinpreise (Österreich/Deutschland, 2026)

Steintyp Preis / kg 25 kg
Olivin-Diabas €1,50–2,50 €37–62
Vulkanit/Basalt €1,20–2,00 €30–50
Peridotit €2,50–4,00 €62–100
Jade-Steine €5,00–10,00 €125–250
Speckstein (loses Material) €3,00–6,00 €75–150

Holzpflege, Reinigung & Hygiene

Warum Saunaholz besondere Pflege braucht

Saunaholz ist extremen Bedingungen ausgesetzt: abwechselnde Hitze bis 110 °C und hohe Luftfeuchtigkeit beim Aufguss. Ohne richtige Pflege vergraut das Holz, bildet Schimmel oder setzt unerwünschten Geruch ab.

Gut gepflegtes Saunaholz hält Jahrzehnte.


Holzpflege — Ölen & Behandeln

Welche Öle eignen sich?

Öl Eigenschaften Anwendung
Bioöl / Saunaöl (Lebensmittelqualität) Lebensmittelecht, ohne Lösungsmittel Bänke, Lehnen
Leinöl (gekocht) Natürlich, schützend, atmungsaktiv Innenverkleidung
Tung-Öl Gut wasserbeständig, transparent Alle Holzflächen
Osmo Holzschutz-Öl (spezielle Saunaserie) Speziell für Saunaholz, PEFC-zertifiziert Bänke, Boden
Spezielle Saunaöle (Harvia, KLAFS, EOS) Auf Saunaholz abgestimmt Bänke, Verkleidung

Was man NICHT verwenden darf

Pflegeanleitung Schritt für Schritt

  1. Sauna ausreichend abkühlen lassen (mind. 2–3 Stunden)
  2. Trockene Bürste: losen Schmutz entfernen
  3. Feines Schleifpapier (120er Körnung): bei starker Verfärbung vorsichtig abschleifen
  4. Staubfrei machen (absaugen oder ausblasen)
  5. Saunaöl dünn mit Pinsel oder Tuch auftragen (immer mit der Maserung!)
  6. Einziehen lassen (15–20 Min.)
  7. Überschuss mit sauberem Tuch abwischen
  8. Sauna 1–2× kurz aufheizen → Öl brennt sich ein
  9. Erste Benutzung nach 24 Stunden

Intervall


Reinigung — Routine und Grundreinigung

Tägliche/Wöchentliche Reinigung

Bereich Methode
Bänke Trocken abbürsten, Flecken mit feuchtem Tuch
Wände Trocken abwischen (normalerweise kein Aufwand)
Boden Schrubben mit warmem Wasser (kein Reinigungsmittel!)
Ofen/Steine Nur prüfen — nie reinigen wenn heiß!

Grundreinigung (monatlich/vierteljährlich)

  1. Sauna kalt und lüften lassen
  2. Steine und Kübel entfernen
  3. Bänke mit Holzbürste und warmem Wasser schrubben
  4. Wände abwischen
  5. Boden gründlich reinigen
  6. Gut trocknen lassen — mindestens 4–6 Stunden, besser über Nacht, bei offener Tür!

Desinfektion — wann und womit?

In der privaten Sauna: Meist nicht nötig — regelmäßige Reinigung reicht.

In öffentlichen/Vereins-Saunen: Gelegentliche Desinfektion empfohlen.

Mittel Anwendung Hinweis
Essig (5 %) 1:10 mit Wasser verdünnt Antibakteriell, natürlich, gut für Holz
Natron Paste auf Flecken Schonend, geruchsneutral
Spezielle Saunareiniger (z.B. Harvia Sauna Cleaner) Nach Hersteller-Anweisung Für öffentliche Saunen
H₂O₂ (3 %) Verdünnt aufsprühen Desinfizierend, holzschonend

Niemals verwenden:


Schimmelprävention

Warum entsteht Schimmel in der Sauna?

Schimmel wächst bei:

So vermeidet man Schimmel

Nach jedem Saunagang:

  1. Boden scheuern und überschüssiges Wasser entfernen
  2. Saunatür für 30–60 Minuten offen lassen
  3. Wenn möglich: kleines Fenster öffnen
  4. Handtücher entfernen (trocknen woanders!)

Bauliche Maßnahmen:

Wenn Schimmel bereits vorhanden:

  1. Betroffene Stellen mit H₂O₂ (3 %) behandeln
  2. Gut austrocknen lassen
  3. Wenn nötig: Holzbretter austauschen
  4. Ursache beheben (Belüftung!)

Holzbänke sanieren

Wann sanieren?

Schritte zur Bankensanierung

  1. Bank ausbauen (meist nur 4–6 Schrauben)
  2. Mit Schleifmaschine abschleifen (60er, dann 120er Körnung)
  3. Staubfrei machen
  4. Neues Saunaöl auftragen
  5. Einziehen lassen, überschuss abwischen
  6. Wieder einbauen

Alternative: Neue Bankbretter kaufen (Standardmaße — günstig in Online-Shops oder Holzhandel)

Beste Holzarten für Bänke (Praxisvergleich)

Holzart Wärmeleitfähigkeit Splitterrisiko Pflegeaufwand Empfehlung
Espe (Aspe) Sehr niedrig Gering Niedrig Sehr gut
Abachi Extrem niedrig Gering Niedrig Ausgezeichnet (wird kaum heiß!)
Linde Niedrig Mittel Mittel Gut
Erle Niedrig Gering Mittel Gut
Zirbe Niedrig Gering Mittel Sehr gut (Duft!)
Zeder Mittel Gering Niedrig Gut (Outdoor)

Saunatür pflegen

Glastür

Holztür


Ofen reinigen

Elektroofen

Holzofen


Aufguss-Zubehör reinigen

Zubehör Reinigung Intervall
Aufgusskübel (Holz) Ausspülen, lufttrocknen Nach jeder Nutzung
Aufgußkelle (Holz) Abspülen, trocknen Nach jeder Nutzung
Sanduhr Abwischen Wöchentlich
Thermometer/Hygrometer Abwischen (kein Wasser auf Elektronik!) Wöchentlich
Wenik/Vihta Einmalig verwenden, entsorgen
Aufguss-Handtücher Waschen bei 60 °C Nach jeder Nutzung